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Quittenbäume


Quittenbäume sind bei uns nicht so weit verbreitet wie Apfel- oder Birnbäume, dabei war ihre Kultivierung schon in der Antike weit verbreitet und beliebt. Zurecht, ist ihr leuchtend gelbes Kernobst doch besonders gesund und enthält mehr Vitamin C als der Apfel. Zwar sind Quitten roh nicht besonders schmackhaft, sie lassen sich jedoch vielfach verarbeiten: Ob Gelee, Marmelade, Kompott, Mus oder Kuchenbelag oder in flüssiger Form in Saft, Likören oder Tees verarbeitet – hausgemachte Quitten-Spezialitäten treffen jeden Geschmack. Unwiderstehlich ist auch der intensive, aromatische Duft der reifen Früchte. Der Quittenbaum selbst wächst als Kleinbaum oder Großstrauch und bietet mit seinen weißen oder zartrosa Blüten ein malerisches Bild. Sein nostalgisches Flair macht ihn zu einem schönen Hausbaum oder einem Highlight im Bauerngarten.

Unser Sortiment umfasst schmackhafte Quitten-Sorten für jeden Garten. Die Konstantinopeler Apfelquitte etwa ist selbstbefruchtend und duftet unwiderstehlich nach Apfel. Auch die Portugiesische Birnenquitte ist als Selbstbefruchter eine beliebte Sorte. Sie ist von besonders malerischem Wuchs und eignet sich für warme Lagen. Einen noch reicheren Ertrag bringt sie in der Nähe eines Befruchters wie der Konstantinopeler Apfelquitte hervor. Auch die Riesenquitte Apfelquitte ist eine Zierde für den Garten und zeichnet sich durch große Robustheit aus. Die Zierquitten eignen sich auch für kleine Gärten und – dank ihrer Besonderheit, den Dornen – für die Grundstückseinfassung oder zur Begrünung von Hängen. Diese und weitere Sorten laden zum Stöbern und Entdecken ein!


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Quittenbäume bieten mit ihrer Wuchshöhe von bis zu sechs Metern und der breiten Krone einen schönen Anblick und sind darüber hinaus sehr pflegeleicht. Sie mögen warme Lagen und dementsprechend einen sonnigen bis absonnigen, geschützten Standort. An diesem zeigen sie sich hitzeverträglich und stadtklimafest. Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein und darf vorübergehend trocken fallen, jedoch keinesfalls Staunässe bilden. Die Quitten sind im Oktober erntereif und können an einem kühlen Ort im Hausinneren nachreifen. Sollen die Früchte zu Marmelade verarbeitet werden, sollten sie noch früher gepflückt werden. Im Winter zeigen sich Quittenbäume in geschützten, nicht zu rauen Lagen zuverlässig frosthart.

Die Renaissance des Quittenbaums

Die Quitte ist ein Obstgehölz, das zu Recht von immer mehr Gartenfreunden wiederentdeckt wird. Entscheidend dafür sind drei Faktoren: Die Quitte bildet im Frühling einen opulenten Blütenschmuck aus, der auch noch intensiv duftet – genau wie ihre Früchte, die nicht nur noch Vitamin C-reicher sind als Äpfel, sondern auch noch zu äußerst aromatischen Marmeladen, Gelees oder Getränken weiterverarbeitet werden können. Die Quitte selbst wächst eher als Großstrauch denn als Kleinbaum, meist mit mehreren kurzen Stämmen und einer breiten Krone. Diese erreicht nicht selten dasselbe Ausmaß wie die Wuchshöhe, gerne fünf bis sechs Meter. Ihr malerischer Wuchs macht die Quitte zu einem idealen Fixpunkt im Bauerngarten oder in der mediterran gestalteten Gartenlandschaft. Ab Ende April, vor allem aber im Mai und Juni bilden sich zahlreiche einzeln stehende weiße oder zartrosa Blüten an den Trieben, die an die Apfelblüte erinnern. Sie sind zwittrig, so dass die Quitte in der Regel gut selbstbefruchtend ist. Der süße Nektar der Blüten lockt zudem Hummeln und Bienen in den heimischen Garten. Im Oktober, oft bis in den November hinein, sind die Früchte erntereif. Ein einzelner Quittenbaum kann bis zu 50 Kilogramm Früchte pro Saison bilden! Die Quitten selbst gehören zum Kernobst, duften intensiv, sind äußerst gesund und erinnern geschmacklich an Äpfel, Zitronen und Blütenduft. Sie werden je nach Sorte unterschiedlich groß und können in unseren Breiten bis zu 700 Gramm schwer werden. Zum Rohverzehr sind die bei uns zu erntenden Quitten-Sorten durch ihre Härte nicht geeignet. Sie können jedoch zu gesunden und süß-aromatischen Gelees, Marmeladen, Kompott, Mus, zu Saft, Tees oder Likören verarbeitet werden. Auch gekocht, gebraten oder eingelegt bewahren Quitten ihren Geschmack und verfeinern Gerichte mit einem mediterranen Aroma. Zum Einkochen muss übrigens kein Gelierzucker verwendet werden, da Quitten über einen hohen natürlichen Pektingehalt verfügen. Noch ein gesunder Grund mehr, mit einem Quittenbaum nicht nur den Garten zu verschönern, sondern auch den heimischen Speisenzettel zu bereichern.

Ein alter Kulturbaum

Die Quitte wird schon seit 4000 Jahren von den Menschen angebaut. Bereits in der Antike bereicherte sie nicht nur jede Festtafel, sondern genauso auch die Geschichten-, Sagen- und Glaubenswelt. Unter anderem wird sie mehrfach in der Ilias erwähnt oder galt als Jungbrunnen der Götter. Zudem war sie ein Liebesbringer und Liebessegen, woraus sich ihre Symbolik für Freude und Leid der Liebe herleitet: Sie verströmt nicht nur Duft, ihre Früchte haben auch einen leicht bitteren Beigeschmack. Auch ihr botanischer Name Cydonia zeugt von der damaligen Zeit, leitet sich sein griechischer Ursprung doch vermutlich von der Stadt Kydon (heute Canea) auf Kreta ab. Die Römer nutzten Quitten als natürlichen Raumduft oder pflanzten die Fruchtschmuckgehölze als Windschutz auf Weinbergen – ein Grund, warum die Quitte auch heute noch vereinzelt in Weinanbaugebieten wächst. Die Quitte wurde und wird jedoch auch wegen ihres hohen Gesundheitswertes geschätzt. Schon der griechische Arzt Hippokrates und später Hildegard von Bingen kannten und schätzten die Heilkraft der Quitte, deren Extrakte aus Blüten, Früchten oder des Samen-Öls wirksam gegen Magen- und Darmbeschwerden, Gicht und Rheuma, Fieber, Krämpfe, Augen- oder Hautleiden wirken. So verwundert es nicht, dass die Quitte ihren Platz in der Naturheilkunde als „goldener Apfel der Jugend“ oder als „Apotheke der Armen“ fand. Ihren hohen Wert für die Gesundheit, so weiß man heute, verdanken gerade die Früchte ihrem hohen Vitamin C-Gehalt und ihren Mineralstoffen. Die „goldenen Äpfel“ sind dabei nicht nur gesund, sondern auch lecker – das wussten schon die Portugiesen im Mittelalter zu schätzen. Sie nannten die Quitte „marmelo“ („Honigapfel“) und verarbeiteten sie zu Mus – „marmeleiro“ – wovon sich unsere „Marmelade“ ableitet. Es waren auch die Portugiesen, die auf die Idee kamen, die Quitte in Honig einzulegen und sie so als Vitaminspender auf langen Schiffsreisen mitzunehmen – sie wurde zum „Brot der Reisenden“. Schon ab dem 9. Jahrhundert fand die Quitte in Mitteleuropa zunehmende Verbreitung. Tatsächlich war sie noch im 19. Jahrhundert so beliebt, dass es Brauch war, Damen mit Quittenkonfekt den Hof zu machen, um ernste (Heirats-)Absichten auszudrücken – was auf die bereits erklärte Symbolik der Quitte zurückzuführen ist. Obwohl das Blütenschmuckgehölz lange Zeit beinahe in Vergessenheit geriet, erlebt es zurzeit eine verdiente Wiederentdeckung. Schließlich gibt es mittlerweile genügend ausreichend frostharte Sorten, die auch in unseren Breiten gedeihen. Hier werden sie auch bevorzugt als Veredelungsunterlage für Birnen verwendet, die dank der Quitte früher reifen und geschmacklich aromatischer werden. So beweist die Quitte erfolgreich ihren Wert und ihre Vielseitigkeit.

Familie und Sorten

Die Quitte (Cydonia oblonga) gehört, wie ihre schönen Blüten unschwer vermuten lassen, zu der Familie der Rosengewächse. Ihr Ursprungsgebiet liegt vor allem in Transkaukasien, in Turkestan, Persien und Südostarabien. Es gibt zwei Arten, die Birnenquitte (Cydonia oblonga var. oblonga) mit länglichen Früchten und die Apfelquitte (Cydonia oblonga var. maliformis) mit gerundeten Früchten. Gemeinsam umfassen die Arten etwa 200 Sorten. Bei uns wachsen die Sonnenanbeter vor allem im Mittelmeerraum und in deutschen Regionen bevorzugt in warmen Lagen. An einem geschützten Platz mit viel Sonne, etwa in der Nähe der Hauswand oder einer Mauer, gedeiht in unseren Gärten etwa die robuste, selbstbefruchtende Konstantinopeler Apfelquitte, die sich ideal auch als Befruchter anderer Sorten eignet. In ihre Nähe kann als Ergänzung zum Beispiel eine stark wüchsige Portugiesische Birnenquitte gepflanzt werden. Auch diese ist zwar selbstbefruchtend, ihre Ernte vergrößert sich aber mit einem zusätzlichen Pollenspender. Die Quitte Ronda ist an einem geschützten Standort im Winter besonders robust und zeichnet sich durch frühen Fruchtertrag aus. Auch Zierquitten danken ihre Pflanzung mit Fruchtertrag. Sie stammen aus Ostasien und sind mit der Quitte zwar verwandt, gehören aber trotz des Namens nicht zu deren Gattung. Anders als Apfelquitte oder Birnenquitte tragen Zierquitten zudem Dornen, so dass sie sich nicht nur zur Pflanzung auch in kleinen Gärten anbieten, sondern auch ausgezeichnet als Grundstückseinfassung oder zur Begrünung von Hängen und Steillagen.

Pflanzung, Pflege und Verwendung

Quitten machen dem Gärtner viel Freude – sie sind pflegeleicht, hitzeverträglich und auch stadtklimafest. Die beste Pflanzzeit sind das Frühjahr und der Herbst. Es sollte ein warmer und geschützter, sonniger bis absonniger Standort gewählt werden. Ideal ist ein Platz in der Nähe einer wärmeabstrahlenden Mauer oder Hauswand. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein und möglichst wenig Kalk enthalten. Ein neutraler oder saurer pH-Wert ist ideal. Staunässe vertragen Quittenbäume nicht, vorübergehende Trockenheit des Bodens schadet ihnen hingegen nicht. Die Fruchtschmuckgehölze sind Tiefwurzler. Alle zwei Jahre sollten Quitten im Frühjahr mit Kompost gedüngt werden. Auch eine Auslichtung alle zwei bis drei Jahre tut dem Wuchs und dem Fruchtertrag der schnittverträglichen Gehölze gut. Die Rinde junger Pflanzen ist filzig und grauweiß, mit leicht violettem Einschlag. In späteren Jahren löst sich die Borke in orangebraunen Platten ab. Einen schönen Kontrast dazu bieten die dunkelgrünen, an der Unterseite graufilzigen Blätter. Sie sind wechselständig angeordnet, rundlich bis eiförmig und werden fünf bis zehn Zentimeter groß. Nicht nur Blüten und Früchte, selbst die Blätter der Quitte verströmen übrigens einen milden Duft! Im Herbst verfärben die Blätter sich gelb, bevor sie abgeworfen werden. Die Früchte sind bei ihrer Ausbildung anfangs von einem feinen grauen Filz bedeckt, der sich nach und nach verliert. Am Fruchtnabel bleiben zunächst auch die wolligen Kelchblätter erhalten. Quitten gehören zum Kernobst und sind dementsprechend von fünf Steinzellen durchsetzt. So wie die Blüten der Quitte Insekten nähren, so locken ihre Früchte des Nachts übrigens den Siebenschläfer in unsere Gärten! Die Erntezeit der Früchte ist, je nach Sorte, von Anfang Oktober bis November. An einem kühlen Ort können Quitten jedoch auch im Hausinnern nachreifen. Sollen Quitten zu Marmelade oder Gelee weiterverarbeitet werden, so empfiehlt sich jedoch eine Ernte im früheren Reifestadium, da ihr Pektingehalt dann deutlich höher ist als bei der Vollreife. In jedem Fall sollten die Früchte vor dem ersten Nachtfrost geerntet werden. Vor der Verarbeitung sollten eventuelle Flaumreste auf der Schale entfernt werden, da sie sonst einen bitteren Geschmack abgeben. Ist der Winter gekommen, so sind Quitten an geschützten Plätzen in nicht zu rauen Lagen frosthart. Spätfrostgefährdet sind die hübschen Gehölze nicht, da ihre Blüten im Frühling erst spät im Mai oder Juni erscheinen. Insgesamt ist die Quitte im Garten ein zierendes Gehölz mit südländischem Flair, das seine Pflanzung und geringe Pflege mit reichem und vor allem gesundem Fruchtertrag lohnt. Wie schon die alten Griechen wussten: Ein Jungbrunnen vor der eigenen Haustür!