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Eibe-Taxus



Eibenhecken sind wintergrün formstabil und schnittverträglich. Eine Taxushecke wächst im Vergleich zu anderen immergrünen Heckenpflanzen relativ langsam, etwa 20 cm pro Jahr, das lässt sie wiederum zu der widerstandsfähigen und kräftigen Pflanze heranwachsen, die sie ist. Taxus gibt es in verschiedenen Arten und Größen und ist sehr vielseitig einsetzbar. Neben der klassischen Pflanzung als Hecke mit Taxus baccata, sind kleinwüchsige Taxus sehr gut für Beet-Einfassungen oder in Form der Kisseneibe sogar als Bodendecker sehr gut geeignet. Die Eibe macht sich auch als Kugel-Formgehölz, hierbei handelt sich um die Eiben-Kugel. Nachfolgend finden Sie eine Liste aller Eiben-Sorten, die in Deutschland gezüchtet werden, inklusive zahlreicher Pflege-Tipps und Hinweise zur Pflanzung.

Die Eibe oder auch Taxus genannt, ist die Gattung der Eibengewächse. Eine Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum mit weichen Nadeln, abstehenden Zweigen und einer rotbraunen Rinde. Ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen den Taxus zu einer attraktiven Heckenpflanze, zudem ist sie geeignet zur Grabeinfassung oder als dekoratives Formgehölz. Eiben blühen von März bis April und sind sowohl mit roten Früchten als auch ohne Frucht als Taxus Hillii, erhältlich. Alle Teile der Eibe sind giftig für Mensch und Tier. Es ist somit eine gewisse Achtsamkeit beim Pflanzen von Bedeutung, dazu gehört die Standortwahl und eine eventuelle Unterweisung in der Giftigkeit. Vögel ernähren sich gern und viel von den leuchtend roten Früchten, sie sind vor der Giftigkeit gefeit, denn der Samen passiert unbeschadet ihren Verdauungstrakt. JETZT NEU: Probieren Sie doch einmal unseren Heckenkonfigurator aus!


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Gärtner sagen, dass man nur selten etwas weniger bereut, als Eiben zu kaufen. Die Pflege einer Eiben-Hecke oder aber auch für eine einzelne Eiben-Pflanzen, zum Beispiel Kugel-Eiben ist nicht aufwendig und langfristig gut investiert. Die Pflanze schenkt einem durch exzellenten Sichtschutz und Windschutz, das wofür man eine Hecke pflanzt. Die dichten Verzweigungen sorgen dafür, dass die Eibe auch nach dem Schnitt weiterhin kompakt und undurchlässig ist. Taxus Baccata ist die beliebteste Heckenpflanze und am häufigsten gekaufte Art der Gattung Taxus. Weitere Pflegetipps und interessante Informationen finden Sie weiter unten im Ratgeber-Abschnitt dieser Seite!

Die wichtigsten Eibensorten im Überblick

Sorte Wuchsform Nadelform Besonderheit Wuchsstärke und Höhen
Taxus baccata breit- oval, variabel länglich- schmal kostbare, gut formbare Heckenpflanze starkwüchsig, bis 10m, sehr gut schnittverträglich
Taxus baccata Fastigiata Robusta säulig länglich sehr säulig, dunkelgrün nur in der Höhe ist der Rückschnitt nötig, 8m
Taxus baccata Fastigiata Aureomarginata säulig gelb- grün, länglich sehr säulig gelb- hellgrün nur in der Höhe ist der Rückschnitt nötig, 4m
Taxus baccata Repandens kissenartig grün, länglich flachwachsende Art wächst breit bis 2 Meter Durchmesser
Taxus baccata Summergold breitwachsend gelb- grünlich, länglich wunderschöner Farbgeber breitrunder Wuchs bis 4m Durchmesser
Taxus media Hillii kegelförmig dunkelgrün, nadelartig sehr schön dicht wachsend, beerenlos mittlere Wuchsstärke, 5m
Taxus media Hicksii breit- säulenförmig nadelartig lockere Heckenform mittlere Wuchsstärke, 5m
Taxus cuspidata Lescow Zwergform gedrungen, nadelartig für Beeteinfassung, sehr gute Buxusalternative besonders für kleine Zierhecken, geringer Zuwachs, 0,6m



Hintergrundinformationen zur Eibe

Die Eibe gehört zur Familie der Eibengewächse (Taxaceae) und ist ein faszinierender immergrüner Strauch und Baum. Der Name der Eibe hat verschiedene Ursprünge, alle schreiben der Eibe positive Eigenschaften als hervorragendes Bogenholz zu. Die Gattung Taxus ist aufgrund verschiedener Merkmale eine oft verwendete Heckenpflanze. Taxus baccata und Taxus media in Sorten sind die langlebigsten Hecken, die sehr einfach zu schneiden sind. Durch geringe Wachstumsgeschwindigkeit werden Eiben oft auch in formellere Hecken zugeschnitten. Am meisten verbreitet ist die Taxus baccata als solche Hecke in englischen Gärten oder Schlossgärten. Die Europäische Eibe ist eng verwandt mit der Nusseibe und der Kätzcheneibe. Was die Gewächse der Pflanzenfamilie verbindet, ist ihr starkes Gift. Außerdem werden Pflanzen der Gattung Taxus nicht selten 1000 Jahre alt. 1994 wurde die Taxus baccata zum Baum des Jahres ernannt, 2011 zur Giftpflanze des Jahres. Auch in Österreich erhielt sie den Titel Baum des Jahres im Jahre 2013.

Die Königin der Heckenpflanzen

Zweifelsohne ist die Eibe eine der schickeren Heckenpflanzen. So wurde sie schon im Barock in den Gärten der Schlösser Versailles und später auch in dem Schlossgarten in Derbyshire gepflanzt. Gerne werden die Eiben-hecken auch als dunkler Hintergrund angepflanzt. So ist es üblich, eine höhere Taxus-Hecke zu pflanzen und helleres Gehölz oder Blumen davor zu setzen. Auch in einem normalen Stadt- oder Landgarten sieht die Taxus gut aus. Die Nadeln sind der Eibe sind weich und biegsam und normalerweise zwischen 2 und 3 cm lang. Der rote Samenmantel ist das wohl bekannteste Merkmal der Eibe. Er ist der einzige ungiftige Teil der Pflanze. Ihre hohe Schnittfestigkeit und die Dichte des immergrünen Nadelkleides sorgen für einen hervorragenden Sichtschutz und ein beständiges Grün als Abgrenzung. Da für die Vögel keine unmittelbare Vergiftungsgefahr besteht, fühlen auch sie sich in der Hecke sehr wohl. Der größte Vorteil der Taxus-Hecke ist allen voran aber die Immergrüne. Diese unterscheidet sie schließlich auch von fast allen anderen herkömmlichen Heckengehölzen. Am beliebtesten ist bei uns ohne Frage die europäische Eibe (Taxus Bacata) doch auch andere Vertreter der Eiben-Familie bieten interessante Vorzüge. So bieten einige Sorten wie etwa die Schmale Säuleneibe (Taxus baccata Fastigiata Robusta) eine besonders schlanke Wuchsform und andere wie die Steineibe (Podocarpus nivalis Red Tip) ein exotisches Blätterkleid.

Das Symbol der Ewigkeit

Die Eibe fand schon in sehr frühen Jahren die Aufmerksamkeit des Menschen. Ihr elastisches, aber hartes Holz lud zum Bauen von Waffen ein und auch als Symbol hatte sich die Eibe einen Namen gemacht. So pflanzte man Eiben auf Friedhöfe als Zeichen des ewigen Lebens. Das Paradoxon des ewigen Lebens ist das Gift der Eibe und verwandter Gehölze. So können dosierte Mengen an Eibengift in der Medizin zur Heilung von Haut- und Blasenkrankheiten und Rheuma verwendet werden. Die ältesten Eiben Europas sind um die 2000 Jahre alt und somit deutlich langlebiger als andere Heckenpflanzen. Aus der Form gewachsene Einzel- oder Heckenpflanzen können bis aufs Strukturholz herunter-geschnitten werden. Nach wenigen Jahren baut sich die Pflanze wieder neu auf.

Eibe pflanzen und pflegen

Obwohl die Heckenpflanze oft nicht höher als 15 m wird und ihr Umfang auch selten über 2 m hinausgeht, existieren einige bizarre Rekorde. So hat die Eibe auf dem Dorffriedhof von Le Ménil-Ciboult einen Umfang von über 12m und die höchste Eibe erstreckt sich auf über 35m. Das Holz der Eibe wurde schon in früherer Zeit aufgrund seiner Elastizität und Stabilität für die Jagd eingesetzt. Üblich war es, Bögen aus dem Holz der Taxus zu fertigen und auch Pfeilspitzen aus dem edlen Gehölz waren nicht selten. Die Eibenhecke verträgt Wind und Wetter gut und kann deswegen auch gern auf der windzugewandten Seite des Gartens gepflanzt werden. Für eine dichte Hecke können 3-4 Pflanzen pro Meter gepflanzt werden. Im Falle der schmalen Säuleneibe bieten sich bis zu 5 Pflanzen pro Meter an. Kurz nach dem setzen der Hecke benötigen die Pflanzen recht viel Wasser, später darf die Erde allerdings nicht mehr zu feucht sein. Wie auch die Hainbuche kann die Europäische Eibe einen starken Rückschnitt gut vertragen und treibt trotzdem wieder aus. Der einzige Feind der Eibe ist die Schildlaus. Sollte Ihre Hecke davon befallen sein, keine Panik. Wenn Ihr Spinnenhaushalt im Garten ausreichend sein, müssen Sie sich normalerweise um nichts weiteres kümmern, außer gelegentlich das Blattwerk zu untersuchen. Auch Marienkäfer, Schwebfliegen oder Wanzen stellen einen Teil der natürlichen Schädlingsbekämpfung dar. Zusätzlich bietet es sich an, einige stark befallene Blätter vorsichtig vom Zweig zu trennen und nicht etwa auf dem Kompost, sondern direkt in der grünen Tonne zu entsorgen. Als letzte Rettung können Sie immer noch auf ein chemisches Mittel zugreifen.